FAQ KERATOKONUS / CROSS-LINKING

Untenstehend finden Sie eine Sammlung häufig gestellter Fragen und unsere Antworten. Daneben finden Sie auch weitere Informationen im Internet, so zum Beispiel in Facebook-Patientengruppen: die “Keratoconus Group” ist eine der grössten Gruppen mit mehr als 10’000 Mitgliedern.

Auch die Webseite des ELZA-Institutes , Zürich, Schweiz, informiert ausführlich über das Gebiet und stellt eine grosse Anzahl von wissenschaftlichen Artikeln, Videos, und Artikeln aus der Laienpresse zur Verfügung.

Keratokonus ist eine Erkrankung, die mit einer verminderten biomechanischen Stabilität der Hornhaut einhergeht.

Die Hornhaut des Auges wird zu weich, was zu einem vermehrten Vorwölben führt.

Da die Hornhaut ein wichtiger Teil der Optik des Auges ist, treten verschiedene Symptome auf: Sehschwankungen, eine herabgesetzte Sehschärfe, welche nicht genügend mit Gläsern oder Kontaktlinsen korrigiert werden kann, und sogenannte Halos rund um Lichtquellen.

In Europa tritt der Keratokonus ca. in 1 von 1500 Menschen auf. Diese Schätzung ist nur grob, da die Inzidenz geographisch stark unterschiedlich ist, und die Erkrankung im Mittleren Osten weitaus häufiger vorkommt.

Aggressive und fortschreitende Formen werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen beobachtet.

Menschen mit Down-Syndrom haben ein viel höheres Risiko, an einem Keratokonus zu erkranken (1:67).

Das häufigste Symptom ist eine verminderte Sehschärfe mit Verschwommen-Sehen und erhöhter Lichtsensitivität, dies wegen der unregelmässigen Hornhautverkrümmung. Die Sehkraft kann mittels Brille oder Kontaktlinse nur ungenügend verbessert werden.

Da die Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen fortschreitend sein kann, kann auch die Sehschärfe sich ständig verschlechtern. Ein wichtiger Hinweis ist ein sich ständig verstärkender Astigmatismus (Hornhautverkrümmung).

 

Ja, genetische Faktoren scheinen bei der Entwicklung der Erkrankung eine Rolle zu spielen.

Die Häufigkeit des Keratokonus beträgt beim Down-Syndrom ca. 1 in 67, und ist damit deutlich höher als in der allgemeinen Bevölkerung. Viele dieser Fälle bleiben unentdeckt.

Cross-Linking, auch CXL genannt, ist eine Methode, um die Hornhaut mechanisch zu stabilisieren. Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

Nein. Cross-Linking (CXL) wird in anderen Bereichen der Medizin seit Jahrzehnten klinisch genutzt (orthopädische Chirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie, Herz-Chirurgie). Einzig die Anwendung am Auge ist relativ neu (15 Jahre alt).

Die CXL-Behandlungsmethode für den Keratokonus wird seit 2005 in der Europäischen Gemeinschaft angewandt, und in über 100 Ländern weltweit.

Die FDA-Zulassung für die Behandlung in den Vereinigten Staaten wird für 2016 erwartet.

Cross-Linking führt zu einer vermehrten Anzahl von Bindungen zwischen den Kollagenfasern des Bindegewebes der Hornhaut. Dies kann mit einem Netz verglichen werden, welches zusätzliche Maschen erhält und dadurch mechanisch stabiler wird.

Obwohl die allgemeinen Züge des Cross-Linking der Hornhaut in Kindern und Jugendlichen sich nicht wesentlich vom Cross-Linking im Erwachsenenalter unterscheiden, gibt es dennoch einige fundamentale Unterschiede, welche bei jungen Patienten bis zum 20. Lebensjahr berücksichtigt werden müssen:

Light for Sight Protokoll

Cross-Linking der Hornhaut wird durch eine Kombination von UV-A-Strahlung und Riboflavin Augentropfen (Vitamin B2) erreicht. Die Intensität der Bestrahlung wurde bereits vor 20 Jahren in zahlreichen Experimenten ermittelt, so dass keine tiefen Augenstrukturen geschädigt werden können. Die Methode wird klinisch seit 1999 angewandt und die verantwortlichen Ärzte an unseren Referenz-Zentren gehören zu den erfahrensten CXL-Experten weltweit.

Neueste wissenschaftliche Publikationen zeigen, dass CXL bei Kindern ein sehr hohes Sicherheitsprofil hat, genau wie auch das CXL bei Erwachsenen.

Das Ziel der Operation ist es, den Keratokonus zu stabilisieren. Wir können die Erkrankung nicht umkehren, aber wir können den jetzigen Zustand „einfrieren“. In einem zweiten Schritt können dann später Massnahmen zur Verbesserung der Sehkraft erfolgen. Bei Kindern und Jugendlichen ist das Mittel der Wahl die Spezial-Kontaktlinse. Später, als junge Erwachsene, haben diese Patienten dann eine Reihe von Optionen zur Verfügung. Diese beinhalten intrastromale Ringe und Excimerlaser-Behandlungen. Sollte eines Tages eine Hornhaut-Transplantation nötig werden, so kann diese auch in einer zuvor ge-crosslinkten Hornhaut durchgeführt werden.

Ein Teil der Hornhautoberfläche wird während der CXL-Behandlung eröffnet. Dies ist vergleichbar mit einer Schweisserblende. Die offene Hornhaut wird für ca. 48 Stunden schmerzen, wobei die Schmerzen graduell abnehmen. Wir werden Ihnen genügend Schmerzmittel verabreichen. Arztbesuche: in den ersten Tagen erfolgen diese täglich, später je nach Verlauf, zwischen dem 4. Tag und ca. 6. Woche werden sie auch antientzündliche Augentropfen mehrmals täglich anwenden.

Rotes Auge. Ihr Auge wird die ersten zwei Wochen rot sein. Dies ist normal und sollte Sie nicht beunruhigen.

Kratzendes, tränendes und brennendes Auge. Kann für bis zu 6-8 Wochen bestehen. Wir werden Ihnen künstliche Tränen verschreiben, welche Sie anwenden können, so häufig es nötig ist.

Verschwommene Sicht. Verschwommene Sicht kann in den ersten 6-8 Wochen nach CXL auftreten. 6 Monate nach der Operation sollten Sie das gleiche Sehvermögen oder unter Umständen sogar ein etwas besseres Sehvermögen haben als vor der Behandlung.

Blendung und Lichtscheu. Kann in den ersten Wochen nach der Operation ausgeprägt sein.

In einigen europäischen Ländern wird CXL bereits von den Krankenkassen übernommen. Andere Länder haben diese neue Behandlungsmethode noch nicht in den offiziellen Leistungskatalog aufgenommen.

Kein Kind oder Jugendlicher wird von den Referenz-Zentren abgewiesen werden, weil die finanziellen Mittel zur Behandlung fehlen.

Wir werden Ihnen helfen, eine Lösung zu finden.

LAIEN-PRESSE

Light for Sight in Biel

EEC-ACP in Biel Am 27. April hat das ELZA-Team um Prof. Farhad Hafezi in der Lago Lodge in Biel den 2. Teil der ELZA EEC-ACP abgehalten. Der Titel des Vortrages lautete “Diagnosing Irregular Corneas – Part II” und eine grosse Anzahl von

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VIDEO-INTERVIEWS