10. November 2017: Keratokonus kann zu schweren Sehbehinderungen führen. Keratokonus betrifft 1 Menschen von 2’000 in der allgemeinen Bevölkerung, jedoch bis zu 1 in 7 Menschen mit Down-Syndrom.

Der Keratokonus ist eine Augenerkrankung, welche durch eine fortschreitende Ausdünnung der Hornhaut zu schweren Sehstörungen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, führen kann. Obschon die zugrundeliegenden Ursachen noch nicht gänzlich erforscht sind, spielen genetische, hormonelle und äussere Faktoren wie heftiges Augenreiben und Allergien eine Rolle.

Um die Bevölkerung, und insbesondere auch Menschen mit Down-Syndrom, auf die Früherkennung des Keratokonus zu sensibilisieren, weiht das ELZA Augen-Institut in Dietikon die Light for Sight 21 Sprechstunde am 10. November, dem Welt-Keratokonus-Tag, ein. Diese von nun an regelmässig abgehaltene Sprechstunde konzentriert sich auf die Diagnose und Behandlung der häufigsten Augenerkrankungen bei Menschen mit Down-Syndrom, einschliesslich des Keratokonus.

75% aller Kinder und Jugendlichen mit Down-Syndrom haben Augenprobleme wie Grauer Star (Katarakt) und Keratokonus. Die Früherkennung ist wichtig, um eine Therapie möglichst früh zu beginnen, da das Sehen für die Entwicklung im Kindesalter sehr wichtig ist, vor allem bei vorhandenen Lernschwierigkeiten. Wir dies nicht gewährleistet, so entsteht ein lebenslanges Manko.

Vor 2005 war eine Hornhautverpflanzung die einzige Behandlungsoption bei Keratokonus. Mit dem Cross-Linking (CXL) der Hornhaut steht nun eine Methode zur Verfügung, welche das Fortschreiten der Erkrankung stoppt. Das in Zürich entwickelte CXL ist heute der globale Standard in der Keratokonusbehandlung und hat den Bedarf an Hornhautverpflanzungen deutlich reduziert.

Der Light for Sight Botschafter Prof. Farhad Hafezi vom ELZA Institut in Dietikon ist ein international anerkannter Keratokonus-Experte und ein führender Pionier auf dem Gebiet des Cross-linking (CXL).